Das Foro Italico ist ein aktiver Sportkomplex, dessen Mittelpunkt ein 17,5 Meter hoher Obelisk aus Carrara-Marmor bildet, der immer noch die Inschrift MUSSOLINI DUX trägt, umgeben von 60 muskulösen Marmorstatuen und schwarz-weißen Mosaiken, die den faschistischen Eroberungszug verherrlichen – eine Propagandakulisse, in der heute der AS Rom Fußball spielt.
Eine 1942 fertiggestellte Travertinbrücke, die Ponte Duca d'Aosta, trägt eingemeißelte Reliefs zur Feier der militärischen Triumphe Italiens – eine Schwelle zwischen dem grandiosen Foro Italico und der gewöhnlichen Stadt dahinter.
Das Nationaldenkmal Viktor Emanuels II. – oder wie die Römer es nennen: die „Hochzeitstorte“ – wurde 1885 als Tribut an die italienische Einigung begonnen, blieb aber bis 1935 unvollendet, als Mussolini es fertigstellte und seine überwältigende Fassade aus weißem Marmor als Bühne für faschistische Macht nutzte.
Mussolinis gewagtester urbaner Eingriff: ein großer zeremonieller Boulevard, der 1932 in elf Monaten durch das mittelalterliche Rom geschlagen wurde, wobei ein ganzes dicht besiedeltes Viertel zerstört wurde, um die darunter liegenden kaiserlichen Foren auszugraben und zu feiern.
Der Palazzo della Civiltà Italiana – das „Quadratische Kolosseum“ – ist der perfektionierte faschistische Rationalismus: sechs Stockwerke purer geometrischer Ambition, 216 symmetrische Bögen und eine lateinische Inschrift, die italienische Vorherrschaft beansprucht. Seit 2015 gehört es Fendi.
Pier Luigi Nervis Kuppel für die Olympischen Spiele 1960 ist eine 100 Meter lange, säulenfreie Spannweite aus Stahlbeton – eine Ingenieursleistung, die eigentlich nicht halten dürfte, es aber doch tut. Gebaut für Roms Neuerfindung nach dem Krieg, steht es auf Fundamenten aus der faschistischen Ära.
Mussolini sah EUR als Roms Zukunft vor – ein rationalistisches Schaufensterviertel für eine Weltausstellung 1942, die nie stattfand. Heute ist es ein glänzendes Geschäftsviertel mit breiten Boulevards und strengen modernistischen Bürotürmen, der utopische Traum transformiert in klimatisierte Sachlichkeit.
Ein Museum, das vom Faschismus erbaut wurde, um das antike Rom zu feiern, ist nun seit Jahren geschlossen, während die eigenen Denkmäler des Regimes in ungewisser Schwebe stehen. Wir enden dort, wo die Tour begann – bei der Frage, was Architektur bedeutet, wenn sie dazu entworfen wurde, alles zu bedeuten.
Das ist die echte Geschichte eines Halts auf dieser Route – jeder Halt hat seine eigene.
Folgen Sie der größten architektonischen Rivalität der Geschichte durch die barocken Meisterwerke Roms. Von Borrominis…
Erleben Sie Roms Verwandlung von einer Republik mit Senatoren und Tempeln hin zu einem Kaiserreich voller monumentaler…
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